Schleifendiuretika lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Schleifendiuretika


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    wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

    Schleifendiuretika lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

    Schleifendiuretika

    Basiswissen

    • Schleifendiuretika

      Gelbe Schleife am Piratenhut der Furie

      Schleifendiuretika (gelbe Schleife am Hut) führen zu einer vermehrten Ausscheidung von Harn. Daher spielt die Szene bei den Dixi-Klos eines Hyper-Tony-Festivals. Diuretika machen es sich zunutze, dass Wasser den Elektrolyten osmotisch folgt. Sie wirken an der Henle-Schleife. Daher ihr Name: Schleifendiuretika.

    • Substanznamen: Furosemid, Piretanid, Torasemid

      Die Furie Resa mit Piratenhut hält ihre Thora fest in der Hand

      Die semi-tolerante Furie Resa (Furosemid) mit ihrer langen Thora (Torasemid, längere HWZ) ist zur Stelle, um das Problem mit der Spülung der Klos zu beheben. Zum Schutz ihres Kopfes trägt sie einen Piratenhut mit einer Tanne (Piretanid).

    • PD: Hemmung des NKCC (Na-K-2Cl-Carrier)

      Ein Träger beliefert den Kiosk mit Bananen und Salz

      Ein Sherpa, als braun eingekleideter Träger (engl. Carrier), beliefert das Festival-Kiosk (für die Zelle) mit einer Tragetasche voll kaliumhaltiger Bananen und Salzstreuer (Natriumchlorid). Dies stellt den luminalen Na-K-2Cl-Carrier (NKCC) dar. Der Cotransporter wird durch Schleifendiuretika gehemmt, sodass Natrium, Kalium und Chlorid vermehrt ausgeschieden werden, worauf Wasser osmotisch folgt. Die semi-tolerante Furie erwischt den Carrier per Wischmob am Fuß und bringt ihn aus dem Gleichgewicht. Sein Transportgut, die Bananen und Salzstreuer, fallen ihm aus dem Rucksack.

    • PD: Schleifendiuretika wirken luminal und reversibel im aufsteigenden Ast der Henle-Schleife

      Der Lastenträger hält mit der linken Hand einen dicken Ast beim Sturz auf den roten Wasserhahn

      Schleifendiuretika wirken durch reversible Hemmung des NKCC im aufsteigenden Ast der Henle-Schleife. Der Carrier ist gerade dabei, die Treppen zum Kiosk zu erklimmen, als er zu Fall gebracht wird. Er nutzte einen Ast, um die Treppen aufzusteigen (aufsteigender Ast). Im Sturz greift er hinter sich und öffnet einen roten Hahn. Wasser spühlt die Bananen und das Salz davon (Diurese/Saliurese). Der Hahn kann jedoch wieder ohne weiteres geschlossen werden (reversible Hemmung). Es kann zu einer 30-40% Steigerung des Glomerulumfiltrats kommen.

    • NKCC und ROMK-Kanal führen zur lumenpositiven transepithelialen Potentialdifferenz

      Der komische Römer gibt dem positiven Äffchen eine Banane nach draußen

      Der ROMK-Kanal (Renal Outer Medullary K+ channel) transportiert Kalium aus der Zelle ins Lumen. Dies führt Netto zu einer sogenannten lumenpositiven transepithelialen Potentialdifferenz. Der Kiosk-Besitzer ist ein komischer Römer (ROMK-Kanal). Wann immer der Sherpa ihm eine Lieferung bringt, gibt er dem Äffchen des Sherpas eine Banane durch eine weitere Öffnung im Kiosk zurück (zurück ins Lumen). Das sorgt beim Äffchen für eine positive Stimmung. Da der Sherpa jetzt aber nichts liefern kann, hält der Römer die Banane zurück. Unter der Therapie mit Schleifendiuretika kommt es somit zu einer Hemmung der Kalium-Sezernierung.

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    Expertenwissen

    • Furosemid wirkt für ca. 6 Stunden

      “Lasix lasts six hours!"

      Furosemid, i.v. verabreicht, wirkt für ca. 6 Stunden. Daher sollte die Gabe zweimal täglich erfolgen: morgens und mittags. Eine Gabe zur Nacht wird wegen Störung der Nachtruhe durch gesteigerten Harndrang nicht empfohlen. Die Furie ruft den Merkspruch “Lasix lasts six hours!” aus (Lasix ist der Handelsname eines Furosemidpräparats).

    • Torasemid hat eine längere Halbwertszeit (3-4 Stunden)

      Die ausgerollte Thora ist sehr lang

      Torasemid hat eine längere Halbwertszeit (3-4 Stunden) als Furosemid (1,2 Stunden) und wird daher bei langfristiger Anwendung bevorzugt. Eine einmal tägliche Gabe genügt.

    • PD: Tubuloglomeruläres Feedback wird durch Hemmung der Macula Densa Zellen aufgehoben

      Drakulas Mensa ist mit einem Riegel versperrt

      Das tubuloglomeruläre Feedback ist aufgehoben, da auch die NKCC der Macula Densa Zellen blockiert werden. Über diese “messen” Macula Densa Zellen die Chlorid-Konzentration im Lumen des distalen Tubulus. Bei einer hohen Cl-Konzentration (hyperosmolarer Harn) würde es normalerweise zu einer reflektorischen Erniedrigung der Glomerulären Filtrationsrate (GFR) kommen. Draculas Mensa (Macula Densa) wird sonst auch vom Sherpa (NKCC) beliefert. Furosemid hat Draculas Mensa jetzt aber dicht gemacht. Als kleine Entschädigung gibt es weiterhin guten Filterkaffee.

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