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Lungen-CA 2: Klinik


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wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

Lunge-CA Medizin lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Lungen-CA 2: Klinik

Inhaltliche Einleitung
Das Lungenkarzinom macht meist erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium Symptome. Der Tumor wird daher i.d.R. erst spät entdeckt. Dies verschlechtert die ohnehin kleinen Heilungschancen weiter. Während die Raumforderung selbst und die lokalen Metastasen im Thorax Schaden anrichten, treiben Fernmetastasen und paraneoplastische Effekte im ganzen Körper ihr Unwesen. Besonders chronischer Husten, rezidivierende Atemwegsinfekte und Dyspnoe können erste Hinweise auf ein Lungenkarzinom sein. Wuchert der Tumor hingegen schon länger, sind die kachektischen Patienten ausgezehrt und in schlechtem Allgemeinzustand. Der Kampf gegen Lungenkrebs ist ein bitterer Kampf um Leben und Tod.

Basiswissen

  • Unbemerkte Anfangsphase der Lungenkrebs-Erkrankung → verzögerte Diagnosestellung

    Unbemerkter Lungenkrebs-Spion

    Das Lungen-Ca bleibt lange asymptomatisch. Frühsymptome sind meist nur unspezifisch. Dadurch wird die Diagnose meist erst spät gestellt. Dies minimiert den Therapieerfolg und die ohnehin geringen Heilungschancen. (Der unbemerkte Lungenkrebs Spion steht für die möglicherweise unbemerkte Anfangsphase der Lungenkrebs-Erkrankung.)

  • Lokalisation der Symptome: Intrapulmonale, intrathorakale und extrathorakale Symptome

    Bildaufbau: Bronchialbaum, innerhalb der Thoraxkuppel, außerhalb der Thoraxkuppel

    Die Klinik beim Lungen-Ca variiert, je nachdem welche Strukturen der Tumor infiltriert. Man unterscheidet intrapulmonale, intrathorakale und extrathorakale Symptome. (Die intrapulmonalen Symptome zeigen wir am Bronchialbaum. Innerhalb der gläsernen Thoraxkuppel sehen wir die intrathorakalen Symptome. Das Geschehen außerhalb der Kuppel steht für die extrathorakalen Symptome.)

  • Chronischer Husten

    Baumkrone, Baum hustet

    Viele Patienten mit Lungenkrebs leiden an einem therapieresistenten Husten, v.a. Raucher (auch ehemalige Raucher). Vorsicht ist auch geboten bei einem vorbestehenden Husten (z.B bei COPD-Patienten), der sich kürzlich in seiner Frequenz oder seiner Intensität geändert hat. Prinzipiell sollte man bei jedem Patienten, der länger als 8 Wochen hustet, an einen Lungentumor denken. (Der Bronchialbaum hustet. Die Baum-Krone erinnert uns an den chronischen Husten. Und der Zwerg in Tr-acht, der ihn pflegt, erinnert uns an die acht Wochen Hustendauer.)

  • Blutiger Auswurf

    Blutiges Taschentuch

    Auch Bluthusten (Hämoptyse) oder blutig tingierter Auswurf (Blutschlieren im Auswurf) kann ein Symptom eines Lungen-Ca sein (blutiges Taschentuch). Gerade bei Rauchern musst du bei Blut im Auswurf unbedingt an das Lungenkarzinom denken! Dadurch, dass der Tumor in das Bronchial- und Gefäßsystem einbricht, gelangt Blut in die Atemwege.

  • Wiederkehrende Atemwegsinfekte

    Vor- und zurück schwingende Schaukel mit Erregern darauf

    Rezidivierenden Infekte der Atemwege sind bei Erwachsenen verdächtig für ein Bronchial-Ca (vor- und zurück schwingende Schaukel mit Erregern). Hier gibt es keine genaue cut-off Grenze für die Anzahl der Atemwegsinfekte, aber es sollte in der Gesamtschau der Anamnese ein Augenmerk darauf gelegt werden, wenn der Patient von häufigen Atemwegsinfekten berichtet.

  • ...

Expertenwissen

  • Maligner Pleuraerguss (oft blutig) → Atemnot

    Baum mit O2-Maske: Durchnässtes Picknick-Fell

    Das Bronchial-CA kann durch zwei pathologische Prozesse einen malignen Pleuraerguss verursachen: Zum einen kann der Tumor den Lymphabfluss behindern durch sein invasives Wachstum (grüner gestauter Gartenschlauch). Zum anderen kann er zu einer Entzündung führen und so die Durchlässigkeit der Kapillarwände erhöhen, wodurch Wasser in den Pleuraspalt gelangt (Löschwasser aus rotem Schlauch tropft auf das Picknick-Fell). Kommt eine gewisse Menge an Flüssigkeit in den Pleuraspalt, ist eine Belastungsdyspnoe die Folge (O2-Maske des Baums).

  • Maligner Pleuraerguss (oft blutig): Exsudat mit vielen Proteinen und Zellen, oft blutig

    Durchnässtes Picknick-Fell: Brot, Weintrauben und Rotweinflecken

    Oft wird nach der Beschaffenheit des Pleurapunktats gefragt. Unterscheidung von Transsudat und Exsudat gibt hierbei nämlich wichtige Hinweise auf die Ursache des Pleuraergusses. Beim tumorbedingten und somit malignen Pleuraerguss sind viele Zellen und Proteine in der Ergussflüssigkeit enthalten (Hier die zellenförmigen Weintrauben und das Brot). Grund dafür ist, dass durch den Tumor die Durchlässigkeit der Kapillarwände in der Pleura erhöht ist (Undichter roter Gartenschlauch). Dies ist auch bei Entzündungen der Fall. Man spricht hier von Exsudat (Die kleine Echse nascht vom Picknick).

  • Pancoast-Syndrom II: Befall des Plexus brachialis (Nervengeflecht)

    Pfannen-Krebs brutal: Abgerissener Oberarm mit Netz-hemd

    Wächst der Tumor in den Plexus brachialis ein, kommt es zu einer Plexusneuralgie. Darunter versteht man Schmerzen und evtl. motorische und / oder sensible Ausfallerscheinungen am betroffenen Arm. Die Läsion des Plexus brachialis zählt ebenfalls zum Pancoast-Syndrom. (Abgerissener Oberarm mit Fetzen des gelben Netz-hemds).

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