Galle lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Galle


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Hier eine Vorschau,
wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

Galle lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Galle

Inhaltliche Einleitung
Als zentrales Stoffwechselorgan erfüllt die Leber zahlreiche Funktionen – eine davon ist die Produktion des Verdauungssekretes „Galle“. Pro Tag werden von der Leber ca. 700 ml Galle in die Gallenwege sezerniert, in der Gallenblase “eingedickt” und bei Bedarf ins Duodenum abgegeben. Hier sind die Gallensäuren v.a. für den Verdau der Nahrungslipide essentiell. Der Bedarf an Gallensäuren ist wesentlich höher als die in der Leber vorhandene Menge. Hier schafft der sog. enterohepatische Kreislauf Abhilfe: die Gallensäuren werden nach dem “Gebrauch” bei der Fettverdauung wieder resorbiert und der Leber zur erneuten Verwendung zugeführt. Über die Galle werden auch wichtige Stoffwechsel-Endprodukte ausgeschieden, die der Körper nicht mehr verwenden kann – allen voran das Bilirubin. Wie wichtig die Galle und ihre Funktionen sind und welche Auswirkungen eine Fehlregulation haben kann, sieht man an verschiedenen, häufigen Krankheitsbildern.

Basiswissen

  • Leber (Hepatozyt) bildet Galle – 1. Aufgabe: Verdauungssekret

    Leberhexe mit Kralle macht Galle in Topf mit sabberndem Versautkopf

    Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan – das vielleicht wichtigste Produkt der Leberzellen ist die Gallenflüssigkeit (Galle). Das ist hier an der Leberhexe gezeigt, die gerade eine Krallensuppe macht, eine wahre Spezialität, für die Liebhaber teuer bezahlen. Die Galle hat drei wichtige Aufgaben: die erste Aufgabe ist es, die Verdauung diverser Nährstoffe zu ermöglichen. Die Galle ist also ein Verdauungssekret. Die sabbernde Verdauungssau auf dem großen Hexenkessel steht für das Verdauungssekret.

  • 2. Aufgabe: Ausscheidung nicht wasserlöslicher Stoffe (Bilirubin, Medikamente, Hormone)

    Leber schüttet Rubine, Pillen und Mohnblumen aus Butterfass in die Krallensuppe

    Als Zweites kann die Leber über die Galle viele ungewollte, nicht-wasserlösliche Stoffe ausscheiden, so zum Beispiel Medikamente oder Stoffwechselendprodukte wie Bilirubin. Hier schüttet die Leber aus einem nicht wasserlöslichen Butterfass ein paar weitere Zutaten für die gute Suppe rein: Medikamente, (Bili-)Rubine und hormonelle Mohnblumen.

  • Galle leicht alkalisch – 3. Aufgabe: Neutralisierung der Magensäure

    Kralle der Leber neutralisiert mit blauem alkalischen Alkohol Magensäure

    Die Galle hat außerdem einen leicht alkalischen pH-Wert und erfüllt dadurch ihre dritte Aufgabe: Sie dient im Dünndarm der Neutralisierung des sauren Magensaftes. Die Leberhexe weiß genau, dass die Suppe nur gelingt, wenn nicht zu viel Säure im Essen ist: die Kralle der Leberhexe schüttet daher alkalisch-blauen Alkohol in die Krallensuppe, um die saure Magensäure zu neutralisieren.

  • Bilirubin: Abbauprodukt des Häms

    Bili-Rubin wird aus Ham-Extrakt gewonnen

    Bilirubin (lat. bilis= Galle und rubin= rot) ist zu 85% ein Abbauprodukt des Häms, welches Hauptbestandteil des Hämoglobins in Erythrozyten ist. Häm ist hier am Schinken zu sehen, welches auf englisch "ham" heißt und im roten Blut gekocht wird (Häm stammt aus roten Blutkörperchen). Es wird in den Apparaturen der Leberhexe zu (Bili-) Rubinen umgewandelt (Bilirubin ist Abbauprodukt von Häm). Bilirubin ist ein Gallenfarbstoff – er wird von den Hepatozyten in die Galle sezerniert, wodurch ihr die typische gelblich-grüne Farbe verliehen wird.

  • Unkonjugiertes Bilirubin wird an Albumin gebunden zur Leber transportiert

    Unkonjugiertes Verb in Koch-Album mit Bilirubin-Rezept hinter Leber

    Bilirubin entsteht vielerorts im Körper, ist aber nicht wasserlöslich und muss an Albumin gebunden zur Leber transportiert werden. Die Leberhexe folgt einem uralten Rezept, welches in ihrem Kochalbum (Albumin) steht, in diesem ist ein (Bili-)Rubin abgebildet.

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Expertenwissen

  • Primäre Gallensäuren: Alkoholgruppen machen Cholesterin wasserlöslicher

    Lehrling ist besoffen: Wasserzauber

    Im Zuge der Cholsäurebildung werden im ersten Schritt Hydroxy- bzw. Alkoholgruppen (-OH-Gruppen) an den Positionen 3, 7 und 12 des Cholesterins eingefügt. Die Hydroxylierungen erfolgen am glatten ER der Hepatozyten. Der glatte ER-Lehrling ist betrunken und verwendet peinlicherweise eine Alkoholflasche (Hydroxylierung), um seine Zaubersprüche zu sprechen! Sein Zauberspruch ist ein wässriger Strahl, der einen der coolen Stiere trifft (Hydroxylierung macht Cholesterin wasserlöslicher).

  • Primäre Gallensäuren: Konjugation mit Taurin oder Glycin

    Cooler Stier hat Tau-Ring um den Hals und Kleeblatt am Ohr

    Im Anschluss wird die Cholsäure mit den Aminosäuren Taurin (Derivat der Aminosäure Cystein) oder Glycin konjugiert, wodurch Taurocholsäure bzw. Glycocholsäure entstehen. Der Tauring um den Hals des coolen Stiers, der ihn gefangen hält, steht für das Taurin. Außerdem hat der Stier zum Trost, dass er gleich gekocht wird, ein Glücks-Kleeblatt (Glycin) am Ohr. Da die Gallensäuren aufgrund des alkalischen pH-Wertes als Gallensalze vorliegen (sie haben ein Proton abgegeben) werden sie auch als Taurocholat und Glycocholat bezeichnet.

  • Cholesterin und Phospholipide: kleiner Anteil wird über Galle ausgeschieden

    Cooler Stier mit Phosphorlippen fällt in Krallen-Topf

    Ein weiterer neugieriger cooler Stier (Cholesterin) schaut in den Topf, um zu sehen, was mit seinen Kompagnons passiert. Leider fällt er dabei selber rein: Cholesterin kann vom Körper nicht zur Energiegewinnung verstoffwechselt werden. Ein kleiner Teil wird direkt über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden, der Großteil wird aber umgebaut in Gallensäuren.

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