Diabetes Typ 2 (T2D) lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Diabetes: Typ 2 (T2D)


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wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

Diabetes Typ 2 (T2D) lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Diabetes: Typ 2 (T2D)

Inhaltliche Einleitung
8 % der gesamten adulten Bevölkerung werden in Deutschland mit Diabetes Typ 2 (T2D) diagnostiziert – Tendenz steigend! Diese Erkrankung hat einen immensen Einfluss auf das Gesundheitswesen. Zudem steigt die Prävalenz, weil das Erkrankungsrisiko u.a. wegen unseres veränderten Lebensstils zunimmt. Pathophysiologisch kann beim T2D sowohl die Insulinresistenz als auch der Insulinmangel eine große Rolle spielen. Welches der beiden Elemente überwiegt, muss evaluiert werden, um eine effektive Therapie einzuleiten. Außerdem kann man zwischen milden und schwerwiegenden Verläufen beim Diabetes unterscheiden – natürlich ist die Therapie auch an den Schweregrad anzupassen. Ein Wort zu diesem Merkbild: Es ist gerade extrem viel in Bewegung, gerade beim Typ 2 Diabetes. Die ANDIS-Studie aus Skandinavien hat unser Bild dieser Krankheit grundlegend verändert. Wir versuchen, das “alte” und “neue” Konzept mit ins Merkbild einfließen zu lassen und vor allem Verständnis für die Krankheit zu vermitteln. Wichtige Abkürzungen: T1D = Typ 1 Diabetes T2D = Typ 2 Diabetes

Basiswissen

  • Diabetes Typ 2 (T2D): ↑ Erkrankungsrisiko korreliert mit Lebensstiländerungen

    Platz der Zweige: Honigliebende Bären verlangen Lebensstiländerungen

    Einige honigliebende Bären protestieren friedlich auf dem Platz der Zweige (Honigbären = Diabetes mellitus; Zweige = Typ zwei). Die Prävalenz von T2D nimmt stetig zu. Dies liegt vor allem am steigenden Erkrankungsrisiko durch den westlichen Lebensstil mit einer massiv erhöhten Prävalenz von Adipositas, Fehlernährung und Bewegungsmangel (Stiegen auf dem Platz = steigende Prävalenz). Im Umkehrschluss gilt: Lebensstilveränderungen können den Krankheitsverlauf vieler T2D-Patienten verbessern (und in manchen Fällen zur Remission führen). Die honigliebenden Bären, die ihre geliebte Insel verloren haben, protestieren gegen den Lebensstil der Landbewohner.

  • T2D: Unterschiedliche Verläufe und Ursachen (4 Subtypen)

    4 honigliebende Bären

    80–90 % aller Diabetespatienten werden als T2D klassifiziert (die meisten Bären protestieren friedlich). Dabei werden in neuen Studien vier unterschiedliche T2D-Subtypen unterschieden, die sich in Klinik, im Krankheitsverlauf und im Therapieansprechen unterscheiden (vier honigliebende Bären). Wenn man diese vier Subtypen unterscheiden kann, kann man Patientinnen und Patienten personalisierte und effektivere Therapiemethoden anbieten.

  • T2D-Subtyp 1: “Schwerer insulinresistenter T2D” (SIRD)

    Honigliebender Bär mit Resistance Band (SIR Bär)

    Einige T2D-Patienten (ca. 15 %) zeigen vornehmlich eine starke Insulinresistenz, die zu einem komplikationsträchtigen Krankheitsverlauf führt – auch als severe insulin resistant diabetes bekannt (SIRD). Die Insulinresistenz ist am honigliebenden Sensen-Bär zu sehen, der seine Sense verloren hat (fehlende Sensibilität) und seine Aggressionen deswegen mit einem Resistanceband abbauen muss (Insulinresistenz). Das Stichwort SIRD ist daran zu sehen, dass der Bär für seine Mühen zum Ritter geschlagen wurde und nun als SIR Bär bekannt ist (SIR Bär = SIRD). Abgesehen von der Insulinresistenz hat diese Patientengruppe einen hohen BMI – auch dieser Bär hat einen großen rundlichen Bauch.

  • SIRD: Insulinhypersekretion des Pankreas wegen Insulinresistenz

    Resistanceband-Bär: Punk-Spikes und Mohn-Inselhemd

    Das Pankreas (Punk-Spikes) dieser insulinresistenten T2D-Patienten versucht, die Insulinresistenz zu kompensieren, indem es mehr Insulin sezerniert (Insulinhypersekretion). Dieser Bär trägt ein Inselhemd mit vielen Mohnblumen (Insulin- bzw. Hormon-Hypersekretion). Für die Produktion im Pankreas stehen die Punker-Zacken auf seiner Schulterpartie.

  • T2D-Subtyp 2: “Schwerer Insulin-defizienter T2D“ (SIDD)

    Mohnloser honigliebender Bär (Siddhartha-Statue)

    Der zweite T2D-Subtyp (ca. 18 %) weist einen ausgeprägten Insulinmangel auf, meist aufgrund einer Insulinsekretionsstörung (vor allem postprandial) – auch als severe insulin deficient diabetes bekannt (SIDD). Der Hormonmangel ist am honigliebenden Bären mit mohnloser Mohnblumenkette zu sehen (Hormon-Mangel). Er verlangt von den Landbewohnern, dass sie sich mehr wie Siddhartha benehmen (Siddharta = SIDD). Auch diese Gruppe zeigt einen komplikationsträchtigen und schweren Verlauf.

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