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Diabetes insipidus (old)


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Hier eine Vorschau,
wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

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Diabetes insipidus (old)

Basiswissen

  • Gestörte ADH-Synthese im Hypothalamus

    Neuronen über Wassertank

  • Gestörte ADH-Sekretion in Hypophyse

    Wassertank, Nilpferd mit Hippofüßen

  • Manifestation bei Verlust von 80 % der ADH-sezernierenden Neurone

    Wassertank zu 80 % leer

  • Ursache Diabetes insipidus centralis: Kraniopharyngeom

    Kranich pickt in Wassertank

    In 1/3 der Fälle tritt der Diabetes insipidus centralis idiopathisch auf. In den anderen 2/3 gibt es eine zentrale Ursache. Eine Möglichkeit dafür ist ein Kraniopharyngeom. Dies ist eine gutartige Fehlbildung aus Resten der Rathke-Tasche. Wenn der Tumor wächst drückt er auf den Hypothalamus und/oder die Hypophyse. Durch diesen Druck wird deren endokrinologische Funktion gestört.

  • Urs: Traumata

    Kranich hat sich den Kopf gestoßen

  • ...

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Das Antidiuretische Hormon, ADH, initiiert u.a. den Einbau von Aquaporinen in das Endothel der Sammelrohre. ADH führt in der Niere zur Konzentration des Harns. Beim Diabetes insipidus führt ein Mangel an ADH (Diabetes insipidus centralis) bzw. ein fehlendes Ansprechen der Niere auf ADH (Diabetes insipidus renalis) zum Verlust großer Mengen unkonzentrierten Harns (Asthenurie).
Dies führt zu vermehrtem, zwanghaften Durst (Polydipsie). Der Harnverlust ist tageszeitunabhängig – Patienten müssen auch nachts häufig Wasserlassen (Nykturie). Der gestörte Schlaf (Schlaflosigkeit) führt zu Tagesmüdigkeit.
Soweit zum Verständnis. Doch was sind die Ursachen?

DIABETES INSIPIDUS ZENTRALIS
Sind Synthese (Hypothalamus = endokrinologischer Chef = Neuronen über dem Wassertank) oder Sekretion (Hypophysenhinterlappen, HHL, = hier der Wassertank bzw. die Nilpferd also Hippofüsse für die Hypophyse) von ADH gestört, kommt es zum Diabetes insipidus centralis. Manifest wird der D.i. bei Verlust von 80% der ADH-sezernierenden Neuronen (Wassertank ist zu 80% leer). Wasser wird in den Sammelrohren der Niere unzureichend resorbiert. (ADH führt zum Einbau von Aquaporinen in das Sammelrohrendothel).
– 1/3 der Fälle sind idiopathisch (vererbt/autoimmun)
– 2/3 der Fälle:
– – Tumore, v.a. das Kraniopharyngeom (gutartige Fehlbildung aus Resten der Rathke-Tasche) – hier der Kranich der in den Wassertank pickt
(durch Druck auf Hypothalamus/Hypophyse wird deren endokrinologische Funktion gestört)
– – Traumata – Kranich hat sich den Kopf am Wassertank gestoßen
– – Meningitis (Hirnhautentzündung) – Kranich mit Heiligenschein für entzündete Meningen

DIABETES INSIPIDUS RENALIS
– geerbt
– erworben, durch Schädigung der Nierentubuli
– – Hypokaliämie (der kleine Kalle haut auf das Wasserrohr zum Wasserhahn)
– – Hyperkalzämie (Kalzium ist hier der California-Surfer-Boy – schädigt Wasserrohr mit Surfbrett)
– – Medikamente wie
– – – Cisplatin (die Plates = Teller schädigen das Wasserrohr)
– – – Amphotericin B (Pilzmittel, auch bei Leishmaniose eingesetzt) – (Amphore mit B drauf)
– – – Lithium (bei bipolaren Störungen, Depressionen, Manien) – (der Chinese Lee Zi Um schädigt das Wasserrohr durch seine Karate Skills)


Kein ADH (D.i. centralis) bzw. kein Ansprechen auf ADH (D.i. renalis) > kein Einbau von Aquaporinen > keine Rückresorption von H20 > dies führt zu:
1) Verlust großer Mengen unkonzentrierten Harns (Asthenuriehier der Ast im Urin bzw. Wasserfluss aus dem Wasserhahn)
2) zwanghaftem Durst (Polydipsie – Männlein trinkt massiv aus dem Becken)
3) massivem Harndrang und Wasserverlust von 5-25 l/Tag (Wasserstrahl aus dem Wasserhahn)
4) Harnverlust unabhängig von der Tageszeit und damit auch nächtlichem Harndrang (NykturieNachtmond)
5) durch Nykturie gestörtem Schlaf und damit Tagesmüdigkeit (Männlein hat Augenringe)

– erhöhte Osmolalität im Blut
– erniedrigte Osmolalität im Urin
Durstversuch: Erkrankte können nicht wie Gesunde den Wasserverlust unter Trinkwasserrestriktion durch ausscheiden eines konzentrierten (hoch osmolalen) Urins ausgleichen = keine Harnkonzentrierung im Durstversuch bei Erkrankten
ADH-Test = Desmopressin-Test: Er unterscheidet zwischen Diabetes insipidus centralis und renalis. Desmopressin (des Moos presst ihn) ist ein ADH-Analogon. ADH fehlt beim D.i. centralis, unter Desmopressin normalisiert sich der Wasserverlust und damit normalisiert sich die erhöhte Osmolaliät des Blutes bzw. die erniedrigte Osmolalität des Urins. Beim D.i. renalis bleibt das Problem der ADH-Resistenz bestehen.
(Das Moos presst die Niere, beim D.i. centralis wird das Problem gelöst, beim D.i. renalis nicht)

– Bildgebung mittels CT/MRT klärt Hirntumoren beim Diabetes insipidus centralis ab (ursächlich ist zumeist das Kraniopharyngeom, daher der Kranich im Röntgenbild)

– Polyurie und Polydipsie unter Diabetes mellitus (der honig-süße Puh-Bär hat massiven Harnfluss und Zucker(würfel) im Urin)
– Psychogene Polydipsie (wird im Durstversuch entlarvt, da sich die Urin- und Plamsaosmolalität hier wie beim Gesunden verhält) – (Männlein trinkt und pinkelt wie wild)
– Diuretika-Abusus (Männlein konsumiert Thiazide = Tee azide und Schleifendiuretika = Schleife)
– Hyperkalzämische Krise (Serum-Ca2+ > 3,5 mmol/l) –  (California-Surfer-Boy fährt das Männlein über den Haufen – Ursache sind Knochenmetastasen, ein Hyperparathyreoidismus oder ähnliches)

Diabetes insipidus centralis:
– Fehlendes Hormon > Hormon ersetzen > Gabe von Desmopressin oral oder nasal

Diabetes insipidus renalis:
– Ursache beheben (Hypokaliämie, Hyperkalzämie, schädigende Medikamente absetzen)
– Versuch mit Thiaziden (Tee azide) und NSAIDs (Ann said: „Would you like some acidic tee“)

Quiz zum Thema:

– Welche zwei Formen/Ursachen des Diabetes insipidus gibt es, wie heißen sie?

– Welche klassischen Symptome entstehen beim Diabetes insipidus?

– Wie unterscheidet sich die Therapie der zwei Formen?

– Wie unterscheiden sich die Untersuchungsergebnisse beider Formen bei der Gabe von Desmopressin?

 

Quiz zum Bild:

– Wofür steht der Surfer?

– Wofür steht der Heiligenschein des Kranichs? Warum stößt er sich den Kopf?

– Der Wassertank ist zu 80% leer – wofür steht dies?

Es gibt eine zentrale und eine renale Form des Diabetes insipidus. Typische Klinik ist die Kombination aus 1) dem Verlust hoher Mengen unkonzentrierten Harns (Asthenurie) 2) und damit massiver Verlust von Urin (Polyurie) 3) ein hieraus resultierender zwanghafter Durst (Polydipsie) 4) massiver Verlust von Harn auch nachts (Nykturie) 5) und damit kein erholsamer Schlaf mit Tagesmüdigkeit.

Zwischen zentraler und renaler Form wird über den Durstversuch oder Desmopressin-Test unterschieden. Die zentrale Form kann mit oraler/nasaler Desmopressin-Gabe therapiert werden, bei der renalen Form hilft die kausale Therapie bzw. Thiazid-Diuretika und ggf. NSAIDs.


Quelle: Gerd Herold und Mitarbeiter, Herold Innere Medizin, Gerd Herold
Quelle: Kreuzprogramm: Amboss
Quelle: Wikipedia (de.wikipedia.org)
Artikel: Diabetes insipidus

Diagnostik / DD

Abbildung von meditricks.de

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