Aktionspotential des Arbeitsmyokards lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Aktionspotential des Arbeitsmyokards


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wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

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Aktionspotential des Arbeitsmyokards

Inhaltliche Einleitung
Beim Wort Aktionspotential ist die erste Assoziation natürlich das Neuron (siehe Meditrick: Aktionspotential des Neurons). Neben den Nervenzellen können aber auch andere Körperzellen - hier die Herz-Muskelzellen - Informationen in Form eines Aktionspotentials weiterleiten. Kardiomyozyten beschränken sich jedoch nicht auf das alleinige Weiterleiten von Signalen: Aktionspotentiale (AP) am Arbeitsmyokard lösen auch die Kontraktion der jeweiligen Muskelzelle aus. Das AP in Kardiomyozyten hat also zwei Funktionen: 1. Weiterleitung des elektrischen Signals an andere Kardiomyozyten und 2. Auslösung der Kontraktion der Herz-Muskelzellen. Werden diese einzelnen Erregungen richtig koordiniert, so entsteht aus der Kontraktion vieler einzelner Muskelzellen ein Herzschlag, der den restlichen Körper mit Blut versorgt. Die AP-Phasen der Kardiomyozyten sind etwas anders als die AP-Phasen des Neurons, worauf wir jetzt zu sprechen kommen...

Basiswissen

  • Grundlagen

    Aktionspotential im Arbeitsmyokard des Herzens

    Ionenschüler legen Potential-Prüfung des Herzens ab

    Das Aktionspotential (AP) im Kardiomyozyten hat zwei Funktionen: 1. die Signalfunktion und 2. Auslösung der Kontraktion der Herz-Muskelzellen. Werden diese einzelnen Erregungen richtig koordiniert, entsteht aus der Kontraktion vieler einzelner Muskelzellen ein Herzschlag, der den restlichen Körper mit Blut versorgt.

  • Grundlagen

    Ruhemembranpotential (RMP): ungleiche Ionenverteilung

    Ruhend: ungleich verteilte Ionen (auf unterer & oberer Laufbahn)

    Die intra- und extrazellulär unterschiedliche Ionenverteilung am Herzmuskel ist eine nötige Voraussetzung für RMP und AP. Intrazellulär ist die Konzentration von Kalium ↑, die von freiem Calcium & Natrium ↓. Extrazellulär ist es genau umgekehrt. Die Zellmembran reguliert mit Ionenpumpen & -kanälen, wie und wann die Ionen den Raum wechseln.

  • Grundlagen

    RMP: Kalium-Ausstrom

    Ausgeruht: Bananen-Katzen-Ion – steigt anfangs aus Kanal aus

    Die Kardiomyozyten haben ein stabiles RMP von ca. –90 mV, weil Kir-Kanäle in Ruhe einen stetigen Kaliumausstrom zulassen (“leak”). Stabil bedeutet, dass sich ohne äußere Einflüsse nichts an diesem Potential ändert (Schrittmacherzellen: kein stabiles RMP). Das RMP stellt sich daher beim Gleichgewichtspotential von Kalium ein (ebenfalls –90 mV).

  • Grundlagen

    Kir-Kanal (aus 4 Untereinheiten)

    Kirch-Ionenkanal (auf 4 Säulen)

    Der Kir-Kanal sitzt in der Zellmembran und erlaubt einen stetigen Fluss von Kalium-Ionen aus der Zelle (Kir = Kalium inward rectifier, also Kalium-Einwärtsgleichrichter). Der Strom durch diesen Kanal wird als IK1 bezeichnet. Er bedingt das stabile RMP. 4 Untereinheiten – ringförmig angeordnet – bilden bei diesem K+-Kanal die Kanalpore.

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Initiale Depolarisation der Myozyten

    Herz gibt Startschuss

    Um den “Startschuss” zum Beginn des Aktionspotentials zu geben, müssen bereits erregte Nachbarzellen (teilweise aus Zellen des Erregungsleitungssystems) den Myozyt depolarisieren, d.h. das Membranpotential muss positiver werden.

  • ...

Expertenwissen

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Anwendung: Kardioplegie

    Lahmes Herz liegt in Bananen-Flüssigkeit

    Die absolute Refraktärzeit nutzt man, um das Herz für die OP stillzulegen. Dabei umgibt man es mit stark Kalium-haltiger Flüssigkeit (Kardioplegie-Lösung). Die Kardiomyozyten werden so dauerhaft depolarisiert und die Natriumkanäle können sich nicht von der Inaktivierung erholen → elektr. Stillstand ohne Kontraktion & ↓ O2-Verbrauch.

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Anwendung: Kardioversion

    Ziel der Prüfung: umgedrehtes Herz

    Manche Rhythmusstörungen erfordern eine elektrische Kardioversion (≈ Defibrillation d. schlagenden Herzens).  Höchst wichtig ist, dass der Elektroschock nicht in die vulnerable Phase des Herzschlages fallen darf (Gefahr: Kammerflimmern). Moderne Geräte synchronisieren sich daher mit dem EKG-Rhythmus und wählen einen passenden Schock-Zeitpunkt.

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Vulnerable Phase

    Verwundetes Bananen-Ion

    In der 2. Hälfte der Repolarisation erholen sich die ersten Natriumkanäle von der Inaktivierung. Trifft in dieser relativen Refraktärzeit ein Reiz von außen/einem ektopen Kammerschrittmacher eine Herzmuskelzelle, sind kreisende Erregungen zw. erregtem & unerregtem Myokard mit anhaltenden Tachykardien bis Kammerflimmern möglich.

  • ...

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Anbei findet ihr das Erkundungsbild speziell für das Ruhemembranpotential:

(Info: Hier findet ihr keine klickbaren Faktenpunkte, da das Bild nur einen anderen Zustand zeigen soll.)

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Aktionspotential des Arbeitsmyokards

Inhaltliche Einleitung
Beim Wort Aktionspotential ist die erste Assoziation natürlich das Neuron (siehe Meditrick: Aktionspotential des Neurons). Neben den Nervenzellen können aber auch andere Körperzellen - hier die Herz-Muskelzellen - Informationen in Form eines Aktionspotentials weiterleiten. Kardiomyozyten beschränken sich jedoch nicht auf das alleinige Weiterleiten von Signalen: Aktionspotentiale (AP) am Arbeitsmyokard lösen auch die Kontraktion der jeweiligen Muskelzelle aus. Das AP in Kardiomyozyten hat also zwei Funktionen: 1. Weiterleitung des elektrischen Signals an andere Kardiomyozyten und 2. Auslösung der Kontraktion der Herz-Muskelzellen. Werden diese einzelnen Erregungen richtig koordiniert, so entsteht aus der Kontraktion vieler einzelner Muskelzellen ein Herzschlag, der den restlichen Körper mit Blut versorgt. Die AP-Phasen der Kardiomyozyten sind etwas anders als die AP-Phasen des Neurons, worauf wir jetzt zu sprechen kommen...

Basiswissen

  • Grundlagen

    Aktionspotential im Arbeitsmyokard des Herzens

    Ionenschüler legen Potential-Prüfung des Herzens ab

    Das Aktionspotential (AP) im Kardiomyozyten hat zwei Funktionen: 1. die Signalfunktion und 2. Auslösung der Kontraktion der Herz-Muskelzellen. Werden diese einzelnen Erregungen richtig koordiniert, entsteht aus der Kontraktion vieler einzelner Muskelzellen ein Herzschlag, der den restlichen Körper mit Blut versorgt.

  • Grundlagen

    Ruhemembranpotential (RMP): ungleiche Ionenverteilung

    Ruhend: ungleich verteilte Ionen (auf unterer & oberer Laufbahn)

    Die intra- und extrazellulär unterschiedliche Ionenverteilung am Herzmuskel ist eine nötige Voraussetzung für RMP und AP. Intrazellulär ist die Konzentration von Kalium ↑, die von freiem Calcium & Natrium ↓. Extrazellulär ist es genau umgekehrt. Die Zellmembran reguliert mit Ionenpumpen & -kanälen, wie und wann die Ionen den Raum wechseln.

  • Grundlagen

    RMP: Kalium-Ausstrom

    Ausgeruht: Bananen-Katzen-Ion – steigt anfangs aus Kanal aus

    Die Kardiomyozyten haben ein stabiles RMP von ca. –90 mV, weil Kir-Kanäle in Ruhe einen stetigen Kaliumausstrom zulassen (“leak”). Stabil bedeutet, dass sich ohne äußere Einflüsse nichts an diesem Potential ändert (Schrittmacherzellen: kein stabiles RMP). Das RMP stellt sich daher beim Gleichgewichtspotential von Kalium ein (ebenfalls –90 mV).

  • Grundlagen

    Kir-Kanal (aus 4 Untereinheiten)

    Kirch-Ionenkanal (auf 4 Säulen)

    Der Kir-Kanal sitzt in der Zellmembran und erlaubt einen stetigen Fluss von Kalium-Ionen aus der Zelle (Kir = Kalium inward rectifier, also Kalium-Einwärtsgleichrichter). Der Strom durch diesen Kanal wird als IK1 bezeichnet. Er bedingt das stabile RMP. 4 Untereinheiten – ringförmig angeordnet – bilden bei diesem K+-Kanal die Kanalpore.

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Initiale Depolarisation der Myozyten

    Herz gibt Startschuss

    Um den “Startschuss” zum Beginn des Aktionspotentials zu geben, müssen bereits erregte Nachbarzellen (teilweise aus Zellen des Erregungsleitungssystems) den Myozyt depolarisieren, d.h. das Membranpotential muss positiver werden.

  • ...

Expertenwissen

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Anwendung: Kardioplegie

    Lahmes Herz liegt in Bananen-Flüssigkeit

    Die absolute Refraktärzeit nutzt man, um das Herz für die OP stillzulegen. Dabei umgibt man es mit stark Kalium-haltiger Flüssigkeit (Kardioplegie-Lösung). Die Kardiomyozyten werden so dauerhaft depolarisiert und die Natriumkanäle können sich nicht von der Inaktivierung erholen → elektr. Stillstand ohne Kontraktion & ↓ O2-Verbrauch.

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Anwendung: Kardioversion

    Ziel der Prüfung: umgedrehtes Herz

    Manche Rhythmusstörungen erfordern eine elektrische Kardioversion (≈ Defibrillation d. schlagenden Herzens).  Höchst wichtig ist, dass der Elektroschock nicht in die vulnerable Phase des Herzschlages fallen darf (Gefahr: Kammerflimmern). Moderne Geräte synchronisieren sich daher mit dem EKG-Rhythmus und wählen einen passenden Schock-Zeitpunkt.

  • Ablauf des Aktionspotentials

    Vulnerable Phase

    Verwundetes Bananen-Ion

    In der 2. Hälfte der Repolarisation erholen sich die ersten Natriumkanäle von der Inaktivierung. Trifft in dieser relativen Refraktärzeit ein Reiz von außen/einem ektopen Kammerschrittmacher eine Herzmuskelzelle, sind kreisende Erregungen zw. erregtem & unerregtem Myokard mit anhaltenden Tachykardien bis Kammerflimmern möglich.

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